20. Januar 2007
Hamburger Gewerkschaft fordert gesetzliche Regelungen gegen schlechte Bezahlung statt Appelle an die Unternehmer. Ein Gespräch mit Wolfgang Rose
Wolfgang Rose ist ver.di-Landesbezirksleiter in Hamburg
Nachdem bekannt wurde, daß ein Zimmermädchen in einem Hamburger Luxushotel für einen Stundenlohn von 1,92 Euro schuftet, hat Ihre Gewerkschaft eine Telefonhotline geschaltet. Warum?
Wir haben das gemacht, damit die Betroffenen die Gewerkschaft als richtigen Adressaten ihrer Interessenvertretung erkennen können und damit wir ihnen helfen können. Solche Skandallöhne und vor allem die dazugehörigen Unternehmen müssen öffentlich gemacht werden. Inzwischen mußten wir feststellen, daß sich die meisten Anrufer nur anonym und ohne konkrete Arbeitsplatzangabe melden. Eine individuelle Beratung ist deshalb kaum möglich.
Was berichten die Anrufer?
Es gibt Leute, die uns von Bruttolöhnen, die bei fünf oder sechs Euro liegen, berichten. Das krasseste Beispiel war bisher ein Lohn von 1,75 Euro für die Reinigung eines ganzen Hotelzimmers. Das ist der Gipfel der Zumutung. Doch auch von fünf oder sechs Euro, das entspricht einem Monatsnettolohn von 700 oder 800 Euro, kann niemand leben. Meist kamen die Anrufer aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe, der Sicherheitsbranche, der Zeitarbeit, aus Friseurgeschäften und der ambulanten Altenpflege. Wir haben die Hotline vor etwa einer Woche geschaltet, und inzwischen nehmen die Anrufe wieder ab.
Woran liegt das?
Es gibt offenbar Angst, selbst einen so schlecht bezahlten Job wieder zu verlieren. Wir wissen ja, daß allein der Versuch, einen Betriebsrat in solchen von Armutslöhnen geprägten Bereichen zu bilden, häufig zu Entlassungen führt. Vielfach sind die Arbeitsverhältnisse völlig dereguliert und auch befristet. So aber können die üblichen Standards der Mitbestimmung und der Tarifbindung nicht durchgesetzt werden, was wiederum zu Angst und Resignation führt.
Gerade deshalb müssen wir uns als Gewerkschaft noch sehr viel stärker auf diesen Bereich konzentrieren. Die Zustände zeigen aber auch, wie notwendig politisches Handeln wäre, damit die sozialstaatlichen Mindestregelungen wieder gelten.
Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) hat die Firmen zu einer freiwilligen Selbstkontrolle aufgerufen. Einen Gütesiegel erhalten demnach nur Unternehmer, die Tariflohn zahlen. Warum haben Sie das kritisiert?
Dieser Selbstverpflichtungsaktionismus, der an »ehrbare Kaufleute« appelliert, ist nur der Versuch, von der eigenen Verantwortung abzulenken. Wir haben deshalb vom CDU-Senat gefordert, sich auch in der eigenen Partei, wie gegenüber der Bundesregierung, für einen Mindestlohn auszusprechen.
Durch die Medienberichte, wurde ja nur eine Grauzone aufgedeckt, auf die wir schon lange hinweisen. Natürlich haben jetzt einzelne Arbeitgeber Angst, Kunden zu verlieren, weil ihr Ansehen ramponiert ist. Sobald sich die öffentliche Aufmerksamkeit gelegt hat, werden die alten Verhältnisse wieder einreißen.
Um Armutslöhne dauerhaft zu bekämpfen, benötigen wir gesetzliche Regelungen, und keine Appelle. Das beginnt bei der Frage der Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen, die auch gegen den Widerstand der Arbeitgeber durchsetzbar sein sollte. Die Einhaltung tariflich ausgehandelter Mindestlöhne muß dann natürlich auch kontrolliert und die Mißachtung sanktioniert werden können. Da die tariflichen Instrumente vielfach aber kaum noch greifen, weil sich dort, wie zum Beispiel in der ambulante Pflege oder im Friseurgewerbe, die Beschäftigungsstrukturen sehr individualisiert haben, benötigen wir zudem eine bundesweit einheitliche Regelung über einen Mindestlohn. Alles, was unter 7,50 Euro liegt, kann dabei die Existenz des Einzelnen nicht sichern.
Welche Gestaltungsmöglichkeiten sehen Sie auf Landesebene?
In der Bürgerschaft wurde gerade über einen Mindestlohn diskutiert. Doch von der CDU kamen nur die alten Argumente, wonach dieser den wirtschaftlichen Aufschwung behindere. Doch Mindestlöhne gibt es inzwischen in fast allen Ländern Europas. Wenn der Wirtschaftsminister wirklich eine Kontrolle zur Verhinderung von Dumpinglöhnen will, sollte die Hamburger CDU in ihrer Partei und der Hamburger Senat gegenüber der Bundesregierung und dem Bundesrat für einen Mindestlohn eintreten.
Bezüglich ihrer Frage, will ich aber auch an die Schlussphase der Beust-Schill-Regierung erinnern, als mit den Stimmen einiger Schill-Abgeordnete und denen von SPD und Grüne, ein Vergabegesetz beschlossen wurde. Die Vergabe öffentliche Aufträge sollte demnach an die Tariftreue eines Unternehmens gebunden werden. Doch Ulldal hat das später wieder entschärft und die öffentlichen Unternehmen, die in diesem Zusammenhang die größte Rolle spielen, aus der Regelung wieder heraus genommen.
Verwendung: http://www.jungewelt.de/2007/01-20/061.php
[Anmerkung: Bei der Verwendung des Interviews durch die junge Welt hat sich leider ein Fehler eingeschlichen: Dort heißt es in dem Absatz zu den Medienberichten, daß diese Berichte von Wirtschaftssenator Gunnar Uldall »hervorgerufen« worden seien. Das ist falsch und wurde so von Wolfgang Rose auch nicht gesagt, denn die Medienberichte wurden durch die Betroffenen selbst hervorgerufen, die sich an die Medien wandten. Uldall ist dann nur unter Druck geraten, auch selbst etwas zu tun. Aus Platzgründen musste in der Jungen Welt auch der letzte Absatz gestrichen werden.]
20. Januar 2007
Du dachtest immer, Du wärest in Deutschland so ziemlich der letzte Marxist? Nein, wir sind noch und schon wieder eine ganze Menge, die meinen,
– dass man Marx braucht, um zu verstehen, warum der Reichtum* auf dem einen und die Armut auf dem anderen Pol der Gesellschaft* wächst,
– dass man Lenin braucht, um zu verstehen, was Globalisierung* ist und warum Kriege geführt werden.
Der Bedarf an Marxismus ist (jedenfalls „objektiv“) groß, das Angebot aber klein. Was hat uns in Hamburg also gerade noch gefehlt?
Ein überparteiliches Kursangebot, bei dem der „kleine Mann“* beiderlei Geschlechts Grundkenntnisse des Marxismus erwerben oder auffrischen kann: So etwas, wie eine Marxistische Abendschule (MASCH).
(* Diese unmarxistischen Begriffe
sollen hier nur die Notwendigkeit
einer marxistischen Schulung unterstreichen)
Mit dem Ziel, ein solches Angebot in Hamburg aufzubauen, haben sich im November/Dezember 15 Leute (darunter Parteilose sowie Mitglieder der WASG, der DKP und der Jusos) getroffen. Wir haben die Aufgaben benannt, die Organisation besprochen, einen Zeitplan für den weiteren Ablauf verabschiedet und einen ersten Arbeitskreis gebildet, der nun beginnt das Kursangebot vorzubereiten.
Wir brauchen Deine Hilfe! In jedem Fall bitten wir Dich, Mitglied des
Vereins zu werden und seine Arbeit zu fördern. Willst und kannst Du mehr tun, umso besser, denn die „Personaldecke“ für den Vorstand und die Schulungsverantwortlichen ist bisher noch knapp.
Also, wir sehen uns bei der
Gründungsversammlung der MASCH
Mittwoch, den 7. Februar 2007
um 19 Uhr im Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20
Wenn Du mitmachen willst, aber am 7. Februar nicht kannst, sag es uns möglichst bald. Wir schicken Dir dann alles notwendige (z.B. die Beitrittserklärung) auch per Email oder postalisch zu.
Im Auftrag des Vorbereitungskreises und als erste Mitglieder grüßen :
Rolf Becker, Andreas Grünwald, Inge Humburg, Harald Humburg, Bernt Kamin, Andre Lenthe, Frank Lotzkat, Zaman Masudi, Uwe Scheer, Angelika Scheer, Ronald Wilken, Dr. Christian Gotthardt, Florian Ihlenfeldt, Tilo Schoenberg, Arne Winter, Christine Wolfram, Dietmar Kurzeja, Michael Tiedemann, Dogan Göcman, Nosrat Taymmorzadeh
Vorläufige Anschrift:
Inge und Harald Humburg, Dorfstieg 2b, 21109 Hamburg, Tel 040 – 7547475, famhumburg@t-online.de
Verwendung in Medien: bisher nicht.
18. Januar 2007
Heute könnte es ganz dick für die nordfriesischen Inseln kommen. Denn nachdem die schweren Sturmschäden vom letzten Wochenende noch nicht mal alle registriert sind, steht schon das nächste Sturmtief vor der Tür. Wetterexperten verschiedener Institute sagen für die Nacht vom Donnerstag auf den Freitag, einen außergewöhnlich starken Orkan voraus, der Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h aufweisen könne. Das bestätigte auch der Sprecher des Deutschen Wetterdienstes, Günter Delfs, der nun auch die Gefahr weiterer Abbrüche gerade an den kritischen Stellen der Nordseeinseln sieht. Wetterexperten in Hamburg prognostizieren zudem eine schwere Sturmflut für die Hansestadt.
Doch für die nordfriesischen Inseln geht es nun fast um die Substanz, wie Norbert Gades von der Verwaltungsdienstaußenstelle auf Amrum gegenüber verschiedenen Medien betonte. Auf der Insel greifen die Brandungen der Nordsee den alten Inselkern an, der erst kürzlich auf einer Fläche von 1200 Mal 100 Meter wieder aufgespült werden musste. In der Nacht zum Freitag, wenn den Orkan seinen Höhepunkt erreicht, könnte auf Amrum auch der breite dem Festland zugeneigte Binnenstrand derart überflutet werden, dass die Wucht der Wellen dann den gesamten Dünengürtel massiv beschädigt. Einige Experten meinen sogar, dass dann das Wasser bis in den Pinienwald vorstoßen könnte.
Dramatisch sieht es auch für Helgoland aus, wo schon seit Beginn der Herbststürme auf einer vor gelagerten Düneninsel 100.000 Kubikmeter Sand (das entspricht 1000 Lastwagenladungen) einfach fortgerissen worden sind, wie Kurdirektor Christian Lackner bestätigte. Auf Sylt sind es sogar 800.000 Kubikmeter Sand, die nun einfach fehlen. Hier sind nun auch einige Siedlungen bedroht, wie das für den Küstenschutz zuständige Amt für ländliche Räume betonte.
Alarmiert ist auch der Hamburger Meteorologe Karsten Brandt, der nun damit rechnet, dass bei stürmischen Nordwestwind, der bis zu 24 Stunden dauern könnte, die Gefahr einer schweren Sturmflut besteht. Er rechnet damit, dass der Sturmflutpegel schon am Donnerstag die Marge von 3,50 Meter über Normalnull übersteigt.
Dass diese ungewöhnlich starken Stürme auch die Folgen des weltweiten Klimawandels sind und sich betroffenen Regionen nun auch dauerhaft auf gesteigerte Gefahren durch Sturmfluten einstellen müssen, darauf verwies der Vorsitzende des schleswig-holsteinischen Landschaftszweckverbandes Helge Jansen. Und Karsten Reise von der Wattenmeerstation des Alfred-Wegener-Instituts in List, schlug nun sogar vor, dass der Häuserbau auf Stelzen“ eine sinnvolle Zukunftsarchitektur für die Inseln wäre.
Veröffentlichung: online-Portal 0815-info:
http://www.0815-info.de/archiv/2007/januar/010718.php
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16. Januar 2007
Deutsche Bahn und Morgan Stanley-Bank wollen die Anteile haben
Die Teilprivatisierung des mit 3500 Mitarbeitern größten Hamburger Hafenbetriebs, der Hafen- und Logistik AG (HHLA), wird immer konkreter. Denn wie die Welt am Montag und unter Berufung auf Anbieterkreise berichtete, haben sich die Deutsche Bahn und die Investmentbank Morgan Stanley nunmehr auf ein gemeinsames Finanzierungskonzept für die Übernahme der HHLA-Anteile geeinigt. Dem Bericht zufolge gehört allerdings auch die australische Macquarie Bank weiterhin zum Kreis jener Kaufinteressenten, denen der CDU-Senat eine hohe Chance einräumt, die Anteile tatsächlich zu übernehmen. Wie berichtet, haben die Hafenarbeiter indes weitere Widerstandsaktionen angekündigt für den Fall, daß der Senat mit seinen Verkaufsplänen Ernst macht. Bereits Mitte Dezember hatten sie zu Tausenden gegen die Teilprivatisierung demonstriert. Sie befürchten, daß der geplante Verkauf von 49,9 Prozent der Anteile nur der erste Schritt in Richtung eines Totalausverkaufs für das bislang städtische Unternehmen sein könnte. Befürchtet wird, daß internationale Finanzspekulanten die Hafenbetriebe übernehmen könnten. Für einen solchen Fall hatten die Hafenarbeiter »Dienst nach Vorschrift« angekündigt.
Nach den vorliegenden Informationen wollen Bahn und Morgan Stanley bis zu einer Milliarde Euro für die HHLA-Anteile zahlen. Morgan Stanley gehört zu den weltweit größten Investmentbanken. Das Geld lockt den Senat, der damit seinen Hafenentwicklungsplan, der vor allem einen weiteren Ausbau der Kaianlagen vorsieht, finanzieren könnte, damit im internationalen Konkurrenzkampf künftig noch mehr Containerriesen ihre Fracht in Hamburg statt in Rotterdam und Antwerpen löschen.
Doch für die Hafenarbeiter ist eine mögliche Beteiligung von Morgan Stanley ein weiteres Alarmsignal. Am 18. und 19. Januar planen die Hafenbetriebsräte eine Klausurtagung der ver.di-Fachgruppe Häfen, um weitere Aktionen vorzubereiten. Die Beschäftigten befürchten, daß am Ende der Teilprivatisierung, doch die Zerschlagung der HHLA stehen könnte. Für die Bahn wäre dabei etwa das Geschäftsfeld der Lager- und Kontraktlogistik äußerst interessant, für Morgan Stanley das Immobiliengeschäft. So aber verkäme die HHLA mittelfristig zur reinen Containerbude, womit auch die Arbeitsplätze und schließlich die hohen sozialen Standards in den Hafenbetrieben gefährdet wären.
Verwendung: http://www.jungewelt.de/2007/01-16/041.php
16. Januar 2007
Neonazipartei kündigt Ausschlußverfahren gegen ehemalige Hamburger Landesvorsitzende an. »Freie Kameradschaften« gestärkt
Die NPD hat am Wochenende ein Ausschlußverfahren gegen ihre Anfang Januar zurückgetretene Hamburger Landesvorsitzende Anja Zysk angekündigt. Ein »ordentliches Ausschlußverfahren« werde notwendig, weil Zysk wiederholt »vertrauliche Parteivorgänge« veröffentlicht und damit gegen Paragraph 8a der Satzung verstoßen habe, hieß es in einer am Sonntag abend verbreiteten Mitteilung. Ein weiteres Parteiverfahren soll gegen das ehemalige Hamburger Landesvorstandsmitglied Thorsten de Vries vom »Deutschen Kameradschafts-Bund« durchgeführt werden. Dieser habe den Parteifrieden »fortwährend und grob gestört«, hieß es in der Mitteilung. Presseberichten zufolge hatte de Vries die ehemalige Landeschefin Anfang November in einer E-Mail als »mosaische Levantiner Hexe« bezeichnet und außerdem geschrieben: »Ich würde die Alte sofort an die Wand stellen wenn ich die Möglichkeiten dazu hätte«. Zysk hatte daraufhin am 8. Januar Strafanzeige gegen de Vries erstattet.
Daß der Bundesvorstand daraufhin auch gegen de Vries ein Parteiverfahren einleitete, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß sich mit der Weichenstellung im Hamburger Landesverband der Flügel um Thomas Wulff im NPD-Bundesvorstand durchgesetzt hat. Wie das rechtsextremistische Störtebeker-Netz berichtet, nahm Wulff an der letzten Hamburger Landesvorstandssitzung am 4. Januar teil, obwohl er offenbar gar nicht dazu eingeladen war. Aufforderungen der Landesvorsitzenden, die Sitzung zu verlassen, hätte Wulff ignoriert »und zwar ohne daß der ebenfalls anwesende Bundesparteivize Peter Jacob Marx dagegen intervenierte«.
Wulff gilt als Chef der militant-extremistischen »Freien Kameradschaften« und ist persönlicher Referent von Parteichef Udo Voigt. Unter Verwendung offen nazistischen Vokabulars möchte Wulff die NPD weiter radikalisieren, weshalb er in Hamburg auch den Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger zum neuen Landesvorsitzenden küren möchte. Zysk gilt hingegen als eine Vertreterin des sogenannten Bürgerflügels, der die NPD zu einer rechten »Volkspartei« fortentwickeln möchte.
Dessen Einfluß wird aber zunehmend geringer und zumindest in Hamburg ist der Weg für Rieger nun frei, denn NPD-Bundesvize Marx hatte am Wochenende angekündigt, daß er die Neuwahl des Landesvorstandes bereits in den nächsten Wochen organisieren möchte. Zysk dürfte dabei nach der Einleitung eines Parteiverfahrens kaum noch Chancen haben. Ihr ist zum Verhängnis geworden, daß sie die Öffentlichkeit über die Konflikte in der NPD informiert hatte. Das und vor allem die Anzeige gegen de Vries gilt in der Neonazipartei als Verrat.
Befaßt hat sich der Bundesvorstand der NPD unterdessen auch mit der eigenen Wahlpolitik. Während dabei für die Bürgerschaftswahlen in Bremen, das sogenannte Bündnis mit der Deutschen Volksunion (DVU) bekräftigt wurde, kündigte Parteichef Voigt bereits an, bei den Landtagswahlen in Bayern, Hessen und Niedersachsen zu kandidieren. »Angesichts des desolaten Zustandes der CSU und der Demontage von Edmund Stoiber« sieht Voigt dabei in Bayern die derzeit größten Chancen, 2008 in einen weiteren Landtag einzuziehen.
Verwendung: http://www.jungewelt.de/2007/01-16/033.php
16. Januar 2007
Die Junge Welt wird am 12. Februar 60 Jahre alt, denn kurz nach dem Krieg, am 12. Februar 1947, erschien bereits das erste Exemplar.
Heute ist diese Zeitung – und trotz aller Rückschläge – das wohl wichtigste Medium, das die sozialistische und antikapitalistische Linke in Deutschland noch hat. Hier kann ich auch als Textautor die Dinge so beschreiben wie sie sind.
Für die nächsten 60 Jahre wünsche ich deshalb meiner Zeitung alles Gute, Kraft und Gesundheit und vor allem viele neue Abonnenten, denn das hat die Junge Welt verdient!
Andreas Grünwald
Für Sie, liebe Leser, dokumentiere ich hier sämtliche Artikel, wie sie in der Eigenbeilage zum 60. Geburtstag der Zeitung am 13. Januar 2007 erschienen sind. (mehr …)
1 Kommentar
16. Januar 2007
Den ersten Teil dieser umfangreichen Artikelsammlung aus einer Eigenbeilage der Jungen Welt zu ihrem 60. Geburtstag lesen Sie hier.
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Kein Pardon
Wir sind Tag für Tag eine Zeitung gegen den Krieg
von Rüdiger Göbel
Der Autor (Jahrgang 1968) kam im Herbst 1997 zur Tageszeitung junge Welt. Ab 1998 arbeitete er im Ressort Außenpolitik, seit dem Jahr 2000 ist er stellvertretender Chefredakteur.
Mit Gänsehaut saß ich vor dem Fernseher, sah die Bilder tanzender Menschen auf der Berliner Mauer und war mir sicher: Das ist kein Freudentag, der 9. November 1989 bedeutet Krieg. Die DDR wird untergehen, die BRD wahnsinnig und Großdeutschland größenwahnsinnig. (mehr …)