Heute könnte es ganz dick für die nordfriesischen Inseln kommen. Denn nachdem die schweren Sturmschäden vom letzten Wochenende noch nicht mal alle registriert sind, steht schon das nächste Sturmtief vor der Tür. Wetterexperten verschiedener Institute sagen für die Nacht vom Donnerstag auf den Freitag, einen außergewöhnlich starken Orkan voraus, der Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h aufweisen könne. Das bestätigte auch der Sprecher des Deutschen Wetterdienstes, Günter Delfs, der nun auch die Gefahr weiterer Abbrüche gerade an den kritischen Stellen der Nordseeinseln sieht. Wetterexperten in Hamburg prognostizieren zudem eine schwere Sturmflut für die Hansestadt.
Doch für die nordfriesischen Inseln geht es nun fast um die Substanz, wie Norbert Gades von der Verwaltungsdienstaußenstelle auf Amrum gegenüber verschiedenen Medien betonte. Auf der Insel greifen die Brandungen der Nordsee den alten Inselkern an, der erst kürzlich auf einer Fläche von 1200 Mal 100 Meter wieder aufgespült werden musste. In der Nacht zum Freitag, wenn den Orkan seinen Höhepunkt erreicht, könnte auf Amrum auch der breite dem Festland zugeneigte Binnenstrand derart überflutet werden, dass die Wucht der Wellen dann den gesamten Dünengürtel massiv beschädigt. Einige Experten meinen sogar, dass dann das Wasser bis in den Pinienwald vorstoßen könnte.
Dramatisch sieht es auch für Helgoland aus, wo schon seit Beginn der Herbststürme auf einer vor gelagerten Düneninsel 100.000 Kubikmeter Sand (das entspricht 1000 Lastwagenladungen) einfach fortgerissen worden sind, wie Kurdirektor Christian Lackner bestätigte. Auf Sylt sind es sogar 800.000 Kubikmeter Sand, die nun einfach fehlen. Hier sind nun auch einige Siedlungen bedroht, wie das für den Küstenschutz zuständige Amt für ländliche Räume betonte.
Alarmiert ist auch der Hamburger Meteorologe Karsten Brandt, der nun damit rechnet, dass bei stürmischen Nordwestwind, der bis zu 24 Stunden dauern könnte, die Gefahr einer schweren Sturmflut besteht. Er rechnet damit, dass der Sturmflutpegel schon am Donnerstag die Marge von 3,50 Meter über Normalnull übersteigt.
Dass diese ungewöhnlich starken Stürme auch die Folgen des weltweiten Klimawandels sind und sich betroffenen Regionen nun auch dauerhaft auf gesteigerte Gefahren durch Sturmfluten einstellen müssen, darauf verwies der Vorsitzende des schleswig-holsteinischen Landschaftszweckverbandes Helge Jansen. Und Karsten Reise von der Wattenmeerstation des Alfred-Wegener-Instituts in List, schlug nun sogar vor, dass der Häuserbau auf Stelzen“ eine sinnvolle Zukunftsarchitektur für die Inseln wäre.
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11°C Aussentemperatur. Blitze und Donner. Regen von allen Seiten an die Fenster. Wind Sturm Orkan! Der letzte ist gerade ein paar Tage her und der davor eben so und der davor auch und… (langsam starte ich eine Endlosschleife). Der Name, der uns …