Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) wurde am 26. September 1968 neu konstituiert, nachdem die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), in deren Tradition die DKP steht, am 17. August 1956 auf Antrag der Adenauer-Regierung verboten wurde. Ende der 80er Jahre hatte die DKP nach eigenen Angaben mehr als 50.000 Mitglieder. Nach 1989 trat die Mehrzahl aus. Heute gehören zur DKP in ihren 281Grundeinheiten etwa 4.600 Mitglieder, von denen wiederum fast 90 Prozent in den alten Bundesländern aktiv sind.

Eng verbunden ist die Partei mit der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) und der Assoziation Marxistischer Studenten (AMS). Im Selbstverlag erscheint die Wochenzeitung der DKP Unsere Zeit (UZ). Als ein der DKP nahestehendes Theorieorgan gelten zudem die Marxistischen Blätter, die alle zwei Monate veröffentlicht werden. Auf internationaler Ebene hat die Partei einen Beobachterstatus für die Partei der Europäischen Linken (EL) und die Europäische Antikapitalistische Linke (EAL).

Sehr viel Kraft hat die DKP seit 1989 bei der Erneuerung ihrer programmatischen Positionen auf marxistisch-leninistischer Grundlage aufgebracht. Als Eckpunkte dafür gelten drei Dokumente: die »Thesen zur programmatischen Orientierung«, die schon im Januar 1993 beschlossen wurden, die »Sozialismusvorstellungen« vom Mai 1998 und schließlich das Positionspapier »Die DKP – Partei der Arbeiterklasse«, das der 15. Parteitag im Juni 2000 beschloß. Daran anschließend begann dann die Diskussion zu einem neuen Grundsatzprogramm, bei der aber jene Kontroversen auftraten, die noch bis heute Teile der Debatte kennzeichnen. So wurde die Erarbeitung eines Programmentwurfs mehrmals vertagt.

Zahlreiche Dokumente, Diskussionsbeiträge sowie Stellungnahmen zur DKP-Programmdebatte sind im Internet zu lesen: www.dkp-online.de, www.marxistische-blaetter.de, www.triller-online.de (dort unter »Theorie und Praxis«).

http://www.jungewelt.de/2006/04-06/002.php