25. Juli 2007

Im Tarifkonflikt des Einzelhandels haben am Dienstag in Hamburg die Beschäftigten von fünf Supermärkten mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt. Es war bereits der zweite Warnstreiktag in der Hansestadt. Die Belegschaften hätten gezeigt, daß sie zu längerem Arbeitskampf bereit seien, bilanzierte ver.di-Verhandlungsführer Ulrich Meinecke.

Die Gespräche für einen neuen Tarifvertrag laufen schon seit mehreren Wochen. Die Gewerkschaft verlangt fünf Prozent mehr Lohn, mindestens aber 100 Euro pro Monat. Die Unternehmerverbände, die bislang nicht auf diese Forderung eingingen, haben nun auch den Manteltarifvertrag gekündigt, wodurch die bisherigen Regelungen zur Nacht- und Spätschichtarbeit, zum Urlaubs- und Weihnachtsgeld und zur betrieblichen Altersvorsorge in Frage stehen. Während einer Urabstimmung sprachen sich deshalb rund 96 Prozent der gewerkschaftlich organisierten Be-schäftigten auch für längere Streiks aus.

Festgefahren sind ebenfalls die Verhandlungen in anderen Bundesländern, wie Bayern, dem Saarland, Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. So wurden ohne Ergebnis am Freitag bzw. am Montag auch die Gespräche in Bayern und Baden-Württemberg abgebrochen. Weitere Verhandlungen finden am Freitag in Rheinland-Pfalz statt. »Sollte es auch dann noch immer keinen Durchbruch geben, schalten wir ab Montag auf grünes Licht für mehrtägige Streiks«, kündigte Meinecke an.

Verwendung: Junge Welt vom 25. Juni 2007
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